12. Juni 2018

12 von 12 im Juni 2018

12 Bilder vom 12. eines Monats. Der 12. Juni 2018 oder vorvorletzter Tag des Monats Ramadan. 


Er beginnt früh dieser Tag. Um 03:20 weckt mich mein Mann und gemeinsam wecken wir die drei Großen. Eine kleine Mahlzeit bevor die Dämmerung und damit das Fasten beginnt. Die Kinder wollen Erdbeerjoghurt und Nutellabrot, mein Mann schneidet sich Gurken und Schafskäse und ich mache mir ein Schälchen Cornflakes und etwas Dattelgebäck. Dazu soviel Wasser wie es geht. Um zehn vor vier ruft der Muezzin, beten und wieder ins Bett.

Um 6:30 Uhr geht der Wecker. Ich wecke die Kinder im viertel-Stunden-Takt für die Schule. Als letztes bringe ich die Jüngste in den Kindergarten. Davon gibts es kein Photo, keine Zeit.


Für mich heisst es heute: Termin beim Hausarzt. Kein Warten nötig. Das Polikliniksystem hat seine Vorteile.

Auf dem Rückweg gabel ich meine Schwiegermutter und zwei meiner Schwägerinnen auf, auch Arzttermine (aber weder Auto noch Führerschein). Hier muss ich warten. Aber vor der Klinik im Schatten einer Akazie lässt es sich aushalten. Nichts zu tun, nur sitzen und die Gedanken schweifen lassen.


Zu Hause wartet Haushaltskram. Aber erst setzte ich mich an die Nähmaschine. Ein Reissverschluss will schon seit Tagen eingenäht werden. Ich will mich ja nicht ewig drücken. Der Rock soll bis zum Fest fertig werden.


Wäsche aufhängen und dabei den Ausblick über Rahat genießen.


Und gleichzeitig die ersten Blüten meine Balkonpflanze bewundern. Name habe ich vergessen. Aber die Blätter haben so ein schönes, frisches Grün.

Gegen eins kommen alles Kinder wieder nach Hause, denn im Ramadan ist früher Schulschluss.


Die weiteren Bilder werden jetzt ziemlich Essenlastig, so ist das wenn man Hunger hat. Als erstes bereite ich den Nachtisch vor: Frischkäsetorte. Eine Form für uns, die andere für meine Schwiegermutter.


Dann entwendet mein Sohn mein Handy und macht dieses Photo. Ein Tier auf dem Bild lebt?! Das schmeisse ich daraufhin aus dem Bett (beide, Sohn und Tier verziehen sich beleidigt in den Garten).


Da wir abends immer gemeinsam essen: 5 Familien insgesamt, macht 10 Erwachsene und 10 Kinder, verteilten sich die Küchenarbeiten gut. Heute darf ich Pommes frittieren und Salat schneiden.


Um 19:54 Uhr ruft wieder der Muezzin und wir beginnen mit dem Fastenbrechen auf der Terrasse. Zuerst ein Glas Wasser und eine Dattel, danach was das Herz begehrt. Leider kann man gar nicht so viel essen, wie man sich den Tag über vorgenommen hat.


Dann schnell die Spülmaschine einräumen und sich wieder nach draußen setzten und Tee trinken.

Kinder baden und in’s Bett bringen. Geschafft.


Bevor ich mich an den Computer setzte und den Beitrag mit Frau Kännchen verlinke, geht es noch einmal auf’s Dach. Ich habe die Blumen vergessen, die wollen auch Wasser (und mir fehlt noch das 12te Photo).

Gute Nacht! 
שלום, سلام، und macht's gut, Maren 



30. Mai 2018

12tel-Blick im Mai 2018

Jeden Monat ein Bild, gleicher Standpunkt, gleiche Perspektive. Und doch jedesmal anders. Das ist der 12tel-Blick, gesammelt bei Eva. Und auf ihrem Blog kann man sehen, was damit gemeint ist.


Mein 12tel-Blick für den Mai 2018: aufgenommen am 06.05.2018 um 16:47 Uhr. Nur eine Woche nach meinem April-Blick. Aber so ein Wetter hatten wir den ganzen Mai immer mal wieder.

Die Aufnahme war schon eine Herausforderung. Während ich alle meine Kinder aufgerufen habe möglichst schnell alle Fenster  und Jalousien zu schließen, bin ich selbst in’s Treppenhaus gesputet und habe das Fenster aufgerissen, das Fliegengitter herausgenommen und fotografiert. Dafür durfte ich dann anschließend Besen und Kehrblech holen, um den Sand aus dem Treppenhaus zu entfernen.

Auch wenn ich mich wie Bolle über das Photo freute, solch Wetter erfreut keineswegs. 41 Grad und Ostwind, der Sand und Staub durch alle Ritzen pustet. Ne, schönes Wetter sieht anders aus.
Und nun bin ich gespannt, wie die anderen 12tel-Blicke ausschauen.
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

24. Mai 2018

Vorletztes Kapitel



Nun sind sie alle da. Alle neun Briefe der Frühlingspost 2018. Gestern Abend lagen die zwei letzten im Postfach:


Der wunderschöne Druck in Pink-Graublau von Andrea alias FearlessCreativity mit passender Karte und Briefumschlag. Dazu gab es als Bonus ein kleines “Envelope Book” aus Resten vom Walzendruck. Ganz allerliebst. (Die Faltanleitung gibt es übrigens hier auf ihrem Blog.)


Und dann kam noch der wunderschöne Schwalbendruck von Bea alias Kruschkramerin, auch hier mit  gewalzter Karte und Briefumschlag. Ein rundum frühlingshaftes Paket.
Vielen, vielen Dank, Euch beiden. Schade, dass es nun vorbei ist. Aber wie las ich neulich irgendwo: nach der Frühlingspost ist vor der Sommerpost. Das ist doch nun tröstlich. Und ganz zu Ende ist es ja auch nicht, vorletztes Kapitel eben. Im letzten Kapitel will ich Euch alle Drucke zusammen präsentieren und mir Gedanken über die Weiterverarbeitung machen, aber dafür gibt es einen extra Post.

Hier zeige ich Euch nur noch meinen Beitrag zum gestrigen Mustermittwoch bei Michaela.


Die Bäume, diesmal als Linolschnitt. Ganz einfach schwarzer Druck auf ockerfarbenem Papier in positiv-und-negativ-Version.

Man könnte noch weitere Motive hineindrücken, aber so ganz schlicht würde ich es gerne für ein Bucheinband oder eine Kladde verwenden. (Vielleicht gewinne ich ja Michaelas “Bunte Bücher” bei "Feuerwerk by KAZE”, dann wüsste ich auch gleich wie das geht. Der Lostopf hat übrigens noch bin heute nacht 24 Uhr geöffnet, einfach kommentieren und ihr seit mit dabei.)
Damit wünsche ich Euch noch eine schöne Woche,
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

22. Mai 2018

Pi-Pa-Post ist da!



Ein postreicher, leuchtendbunter Glücksdienstag. Guckt mal was der Briefträger heute vorbei brachte (es schien der Post selbst ungewöhnlich, sie brachten mir die Brief und Pakete an die Tür, statt das Postfach zu befüllen).
Zuerst zwei Briefumschläge der Frühlingspost 2018. Der erste von Andie alias regnitzflimmern, mit, sage und schreibe, 3 wunderschönen Bögen. Das macht einen sprachlos so viel Können. (Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, die Seiten zu bügeln, aber bei 41 Grad und schwitzigen Händen bleibt das Bügeleisen erstmal im Schrank.)




Dann ein harmonischer Bogen von Ulrike, der den deutschen Frühling diesen Jahres in wunderschönen Farben zeigt. Dazu gab es noch einen Probedruckbogen (ich werde ihn auf keinen Fall entsorgen!) und, was für eine tolle Idee, einige Drucke unserer Gruppe als Aufkleber.




Vielen, vielen Dank Euch beiden.

Gleichzeitig kam dann noch ein Paket meiner lieben Tante mit einem Geschenk für die Kinder und einer kleinen Postkartenauswahl (lustig, seit wir eine Katze haben, bekomme ich ganz viele Karten mit Katzenmotiven).
Und zu guter Letzt, ein Paket meiner Eltern mit einem ganz leichten Baumwollstoff in Jeansblau (entdeckt in Bielefeld bei “Meterweise” ) Meine Eltern hatten ihn am 15. August 2017 zur Post gebracht. 9 Monate von Herford nach Rahat. Neuer Rekord.
Eigentlich hatte ich mir ja zwischenzeitlich überlegt, das Nähen an den Nagel zu hängen, aber diesen Stoff werde ich nun doch noch vernähen. Das hat er sich verdient, oder?
Damit wünsche ich Euch auch einen schönen Dienstag,
שלום, سلام، und macht's gut, Maren



16. Mai 2018

Was müssen das für Bäume sein...


Zwischendurch mal was ganz anderes: beim Frühstück ging es mir durch den Kopf, als ich über Baummuster zum Mustermittwoch nachdachte.

“Was müssen das für Bäume sein, wo die großen Elefanten spazieren gehen, ohne sich zu stoßen. Rechts zwei Bäume, links zwei Bäume und dazwischen Zwischenräume. Wo die großen Elefanten spazieren gehen, ohne sich zu stoßen.”

Erst einen Bleistift geschnappt und dann meiner Kleinen sie neuen Filzstifte abgebettelt und losgelegt.



Dabei habe ich über die Anschaffung eines Zeichentabletts und/oder das Arbeiten mit Photoshop nachgedacht. Da hätte ich das ganze noch mal etwas überarbeitet und vielleicht mit anderen Farben gespielt. Aber so war es einfach nur lustig.
Ich wünsche Euch in einen lustigen Mittwoch
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

14. Mai 2018

Making-off: Frühlingspost 2018


Die Post war fix und so ist meine Frühlingspost 2018 früher als erwartet bei meiner Gruppe 2 angekommen. Und so kann ich auch schon die Making-off Bilder präsentieren.


Unsere Zitrone vor dem Haus war mein erster Ideengeber. Graugrün, Himbeerrosa, ein Hauch Gelb, das sollten die Farben werden. Und so hatte ich mir gleich nach Anmeldung Acrylfarben per Online-Versand bestellt, zusammen mit verschiedenen Schaumstoffrollen. Zeitgleich brachten mit meine Eltern schönes Ingres-Papier (eine Empfehlung von Tabea und Michaela auf ihrem Post-Kunst-Werk-Blog) und eine Linoldruckrolle aus Deutschland mit.

Und dann habe diese und jenes ausprobiert und hier und da geguckt wie die anderen so drucken. Die ersten Drucke meiner Gruppe flogen in meinen Briefkasten. Und mit dem ersten Druck von Kerstin kam eine Farbmusterkarte des “Sanften Morgentau” die mir zeigte, dass ich unbeabsichtigt Ingres-Papier in genau diesem Farbton bestellt hatte (Uff, eine Sorge weniger! Danke Kerstin;))

Aber egal wieviel man vorher probiert und studiert, irgendwann muss man dann mal anfangen. Und als ich dann angefangen hatte, konnte ich gar nicht wieder aufhören und an einem Wochenende war meine Post fertig und eingetütet.


Zuerst habe ich die Bögen vorsichtig mit Weiß grundiert und dazu ein stilisierte Blüte aus Pappe unter den Bogen gelegt und mit der Linoldruckwalze darüber gewalzt. Von Kamen weiß ich nun, dass diese Drucktechnik Frottage genannt wird. Auf ihrem Blog oder bei Edelgare (u.a.) kann man mehr zu dieser Technik erfahren.


Durch den ungleichmäßigen Auftrag blieb noch genügend “Sanfter Morgantau” sichtbar.


Danach kamen die Blätter in grau-grün (manche Drucke wurden mehr grün, manche mehr grau, ich konnte mich nicht ganz entscheiden, welche Farbe ich schöner fand). Die Walze war diesmal eine Kinder-Backrolle mit aufgeklebtem Moosgummi. Die hatte ich schon vorher ausprobiert und da die Blätter sehr dicht lagen, also die Walze nicht kippeln konnte, ergab das einen sehr sauberen Druck.


Dass die Farbe nicht über die ganze Länge nicht ausreichte und der Druck somit zum Ende verblasste, fand ich ganz passend (allerdings bin ich auch gar nicht auf die Idee gekommen mit einer Schaumstoffwalze weiter Farbe nachzugeben, wie ich das auf anderen Blogs, z.B hier nun gesehen habe).


Nun fehlen noch die Knospen in Himbeerrosa.


Dazu habe ich zwei Knospen aus einer beschichteten Pappe als Schablone ausgeschnitten und habe die Farbe dann mit einer Schaumstoffwalze aufgetragen.



Nun wäre mein Druck eigentlich fertig, aber ich hatte mir ja noch einen gelben Poscastift besorgt. Also bekamen einige Blätter noch gelbe Akzente aufgemalt.


Ich hoffe meiner Gruppe hat mein Bogen Freude bereitet. Mit hat es auf jeden Fall großen Spass gemacht. Vielen Dank auch an Tabea und Michaela für Eure tolle Organisation und Inspiration der Mail-Art-Aktion.



Nun freue ich mich noch auf die letzten Brief und zeige Euch irgendwann ein Sammelbild der Werke der Gruppe 2.
Bis dahin,שלום, سلام، und macht's gut, Maren

9. Mai 2018

Starre Bäume


Die Bäume vom letzten Mittwoch lagen immer noch auf meinem Schreibtisch und warteten, etwas vorwurfsvoll, auf ihre Weiterverarbeitung. Heute habe ich mich aufgerafft. Aber wie das so ist, wenn man schon mit dem ersten Schritt so unzufrieden ist, der zweite macht es dann oft noch schlimmer. Der erste Versuch mit einem gelben Tosca-Stift (Die einzige Farbe, die ich habe. Aber das wird sich ändern, denn generell finde ich diese Stifte super, da man auf allen möglichen Untergründen deckend zeichnen kann.): gelbe Blüten, denn sollen ja Frühlingsbäume werden.


Zweiter Versuch: Stempelblüten mit Acrylfarben. Nun ja. Die Blätter kommen auf den Stapel: “bunte-Papiere-für-was-auch-immer”.

Im Skizzenbuch fand sich noch eine andere Grundform: der Kreisbaum. Diesmal per Schaumstoffwalze und Schablone...


... auf eine alten Zeitung. Ich bleibe bei den Grundfarben.


Gefällt mir schon besser. Zweite Schicht etwas versetzt mit aufgeklebtem Blatt. Mein Baummuster für diesen Mustermittwoch bei MüllerinArt. Meine Kinder haben mal wieder mitgemacht und waren weit mehr zufrieden mit ihrem Ergebnis als ich.



Und wie versprochen hier auch die beiden ersten #Walzendrucke der #Frühlingspost2018 von Tabea und Michaela.



Der erste Brief kam von Kerstin aka KeTreKo mit einer wunderschönen Blütenpracht. Genau meine Farben.


Und mit einem bezaubernden “Drumherum” und einem ganz lieben Brief. Vielen Dank, Kerstin, und alles Gute, von einer die auch weit weggezogen ist von ihrer Familie.

Der nächste Brief kam von Iris (leider nichts zum Verlinken) mit einem wunderbaren transparenten Walzendruck in zarten Farben.


Mit dabei eine handgeschriebene Anleitung zum Laternefalten. Auch hier war schon allein die Karte und der passend bedruckte Umschlag mit passenden Briefmarken ein kleines Kunstwerk.


Vielen Dank Iris. Das Laternebasteln werde ich mit meinen Kindern im Ramadan in Angriff nehmen. Ob ich dafür Deinen Walzendruck hergebe, weiss ich allerdings noch nicht.

Meine Drucke sind nun auch auf dem Weg (ein großartige Gefühl die Umschläge dem Postangestellten in die Hände zu drücken).

Nun wünsche ich allen noch einen schönen Tag, שלום, سلام، und macht's gut, Maren