8. Januar 2015

rotwein und currywurst

beim frühstück blättere ich durch die "Zeit-Online" und stolpere über einen artikel mit dem titel "Die Welt ist mir zu viel - Entschleunigung" von Julia Friedrichs. man hat einen neuen zeitgeist ausgemacht, den rückzug aus dem öffentlichen leben ins private, als kleingärtnernder-selbstbackender dauerbastler. menschen, die sich "vor allem für stressabbau und handarbeiten interessieren...".

und plopp - ich fühle mich ertappt. die meinen mich und meinen hang zur diy-blogger-szene. meine liebe zum nähen und stempeln, zu "Instagram" und "Pinterest", alles mainstream des neuen Biedermeiers.
vielleicht soll ich mit dem bloggen gleich wieder aufhören (obwohl noch gar nicht richtig begonnen).

frustriert wechsel ich von "Der Zeit" zu "Bloglovin" (wenn schon weltflucht, dann auch richtig und zwar sofort). und da finde ich im blog von Luzia Pimpinella (diy-bloggern keine unbekannte) den post über "#JeSuisCharlie". und da wird mir klar. es geht beides. häkeln und politische aufmerksamkeit. "Landlust" und "Spiegel".

das leben ist vielfältig. man kann rotwein trinken und pommes mit currywurst lieben. man kann sticken und dabei das "Auslandsjournal" gucken.

nach dieser erkenntnis präsentiere ich ungehemmt meinen selbstbestrickten schal bei "RUMS - Rund ums Weib am Donnerstag".



immer zwei rechts, zwei links.


ganz, einfach, damit das ding auch noch in diesem winter fertig wird.


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