21. März 2019

Das Leben eben

"Frohes Fest" für alle die Purim feiern

Das Leben eben kann bedeuten: zwei kranke Kinder eine Woche zu Hause, die absolute Aufmerksamkeit fordern. Nichts gefährliches, aber so im allgemeinen etwas sehr nervenaufreibendes, da der Rest Alltag ja einfach weitergeht.
... oder meine Eltern die gerade am Flughafen Tel Aviv gelandet sind. Wunderbar, sehr ersehnt, sehr erwünscht, aber einiges an Arbeit im Vorfeld (wie mach ich aus einem Lager wieder eine Gästewohnung).
Da bleibt einiges anderes liegen, der neue Krimi neben dem Sofa und eben mein neuer Mehr-Lyrik-Beitrag für diese Woche. Dabei habe ich schon ein Gedicht und auch schon eine Idee für die Illustration, aber eben nicht die Stunde für die Umsetzung.
Daher bitte ich um Nachsicht, vielleicht auch noch für nächsten Donnerstag, denn auch meine Eltern sollen maximale Aufmerksamkeit bekommen. Wir werden sehen.

So wünsche ich Euch noch eine schöne Woche und
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

16. März 2019

Mehr Lyrik (10)

Nachtrag: Über Sarah Kirsch stolpert man zwangsläufig, wenn man mit moderner, deutscher Lyrik von Frauen beschäftigt. Ich gebe zu, dass ich mich etwas schwer mit ihrem Werk tue. Vielleicht weil es so groß und so vielfältig ist, dass es sich einem schnellen Überfliegen entzieht.
Daher habe ich ein kleines, kurzes Gedicht ausgesucht “Maikatze”, als erste Annäherung.
Sarah Kirschs Gedicht “Maikatze"

Ich denke, dass Sarah Kirsch nochmal an die Reihe kommen wird, später wenn ich mich mehr mit ihr beschäftigen konnte.
שלום, سلام، und macht's gut, Maren


14. März 2019

Mehr Lyrik (09)

Das heutige Gedicht fällt etwas aus der Reihe, der bisher ausgesuchten. Aber ich bin über das, als Lied sehr bekannt gewordene Gedichte in einer Gedichtsammlung meiner Kinder gestoßen (Wenn die weißen Riesenhasen abends übern Rasen rasen - Kindergedichte aus vier Jahrhunderten” im marixverlag erschienen). 
Da stolperte ich über das bekannte Lied “Müde bin ich geh’ zur Ruh” und über Luise Hensel. Nicht nur, dass ich nicht wusste, dass dieses Lied ein Urheberin hat, sondern auch von deren Biographie wusste ich nichts. Und das Leben der Luise Henkel ist, nicht ganz stilsicher, aber inhaltlich treffend als “voll krass” zu bezeichnen. 

Mehr als ein Grund sie in meine Mehr-Lyrik-Reihe aufzunehmen. (Das Gedicht letzter Wochen reiche ich am Wochenende nach. Jetzt wo das Ladekabel des Computers wieder da ist.)

Illustration zum Gedicht “Müde bin ich, geh’ zur Ruh” von Luise Hensel
Müde bin ich, geh' zur Ruh',
Schließe beide Augen zu:
Vater, laß die Augen dein
Über meinem Bette sein!

Hab’ ich unrecht heut’ gethan,
Sieh’ es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad’ und Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.

Fern von mir sei Haß und Neid,
In mir Lieb’ und Gütigkeit.
Laß mich Deine Größe schaun,
Nur auf Dich, o Gott, vertraun.

Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in deiner Hand,
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.

Hilf den Armen in der Not,
Sei auch gnädig uns im Tod.
Schenk uns Frieden, bann den Krieg.
Dir gehört der letzte Sieg.

Kranken Herzen sende Ruh’,
Nasse Augen schließe zu!
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!





Damit wünsche ich Euch 
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

28. Februar 2019

Mehr Lyrik (08)

Eine Frau, die ich nicht auf der Suche nach Dichterinnen für meine “Mehr-Lyrik”-Illustrationen gefunden habe, sondern während meiner Beschäftigung mit dem Thema “100-Jahre-Frauenwahlrecht”: Emma Klara Döltz Auch wenn in diesem Gedicht das “politische Tagesgeschäft” ein engagierten Sozialdemokratin durchscheint, finde ich “Hoffnung" sehr berührend poetisch.

Illustration zu “Hoffnung” von Emma Klara Döltz

Ich bin ja wie gesagt keine Kennerin deutscher, oder sonst welcher, Lyrik, aber mir scheint die Dichtung vor 1900 nicht so zuzusagen (ganz vorsichtig ausgedrückt, wäre Marie von Ebner-Eschenbach ja schon eine Ausnahme gleich zu Beginn). Ich werde sehen, ob sich dieses Gefühlt hält.

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

20. Februar 2019

Mehr Lyrik (07)

Diesmal ein Gedicht einer österreichischen Dichterin, vielfach ausgezeichnet, zu letzt mit dem “Alice-Salomon-Poetik-Preis”: Elfriede Czurda. Gefunden habe ich sie über den wunderschönen Feed von @juliasauerkirsch

Illustration zu Elfriede Czurdas “ich fürchte nichts mehr als mich"


„Poesie kann dem Publikum nicht mittels Lärm in die Ohren gedröhnt werden, sondern verlangt ihm etwas ab: die Bereitschaft zu hören und zu denken“ sagt sie und das kann ja nun nicht schaden.
In ihrem Gedicht “ich fürchte nichts mehr als mich” hört ein ich in sich hinein.
שלום, سلام، und macht's gut, Maren

15. Februar 2019

Mehr Lyrik (06)

Ein zehnter Geburtstag ist ein zehnter Geburtstag, da ist nichts zu machen. So musste mein sechster Lyrikbeitrag eben einen Tag warten. Ich bitte um Entschuldigung.

Über Rosa Ausländer bin ich zufällig im Internet gestolpert Der Name hat mich neugierig gemacht und so habe ich ein bisschen gestöbert und habe dann das Gedicht “Verwundert” gefunden.

Illustration zu Rosa Ausländers “Verwundert"



שלום, سلام، und macht's gut, Maren

7. Februar 2019

Mehr Lyrik (05)

Das Gedicht “Nicht gesagt” von Marie Luise Kaschnitz habe ich wieder über Maria-Christina Piwowarski entdeckt. Dabei hätte ich sie aus meiner Zeit in Marburg kennen können. Sie hat dort kurze Zeit gelebt und ich (vielleicht 40 Jahre danach) studiert. Aber nein, nun erst jetzt lese ich von ihr.
Eye-Poetry zu “Nicht gesagt” von Marie Luise Kaschnitz

Des Urheberrechts wegen kann ich Euch das Gedicht hier nicht zeigen, aber ihr findet es über den ersten Link oben. Für die Illustration habe ich diesmal echt lange gebraucht und mich dann doch für die erste Version entschieden. So ist das manchmal.
Nun regnet es hier in Strömen, zwei Kinder sind krank zu Hause und der Gatte hatte Nachtschicht. Zeit für einen ruhigen, häuslichen Tag. Vielleicht setze ich mich gleich an das nächste Gedicht, auf deren Schöpferin ich zufällig im Netz gestoßen bin und die ich allein durch ihren ungewöhnlich Namen interessant fand.

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

6. Februar 2019

Frisch gefischte Fische

“Fischers Fritze fischt frische Fische.
Frische Fische fischt Fischers Fritze.”

Und die Müllerin fischt auch Fische, aber auf Papier und Stoff, musterweise. Und das ist sehr inspirierend und deswegen sind mir auch ein paar Fische ins Netz gegangen.


Ein Blick ins Skizzenbuch
Wiedermal aus Resten vom Walzendruck, sehr ergiebig. Daraus ein richtiges Muster “zu basteln” ist aber furchtbar schwierig. Da muss man entweder super genau arbeiten (nicht wie ich “Pi mal Daumen”) oder sich ein passendes Computerprogramm auf den Computer laden (Hab ich nicht).

Fische in Massen
So dürft ihr bei meinem Muster einfach nicht so genau hingucken.

Und dann sind mir noch ein paar andere Meeresbewohner vor die Linse gehuscht. Keine Fische, ich weiß.

Walverwandtschaft im Skizzenbuch

Wal-Postkarte


Damit wünsche ich Euch einen schönen Mittwoch. Morgen geht es mit “Mehr Lyrik” weiter.

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

31. Januar 2019

Mehr Lyrik (04)

Mein heutiges Gedicht “Ein alter Tibetteppich” habe ich wieder durch Maria Christina Piwowrski kennengelernt und es ist wieder von einer Frau: Else Lasker-Schüler, deren Namen ich zwar kannte, aber zu deren Werk und Leben ich nichts hätte sagen können. Nun, das wird sich jetzt ändern. Bin ich doch ganz fasziniert von ihrer “Brieffreundschaft” mit Franz Marc. Himmlische Postkunst in Wort und Bild.

Eye-Poetry zu Else Lasker-Schülers Gedicht “Ein alter Tibetteppich"


Ein alter Tibetteppich

Deine Seele, die die meine liebet,
Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

Strahl in Strahl, verliebte Farben,
Sterne, die sich himmellang umwarben.

Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,
Maschentausendabertausendweit.

Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,
Wie lange küßt dein Mund den meinen wohl
Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

24. Januar 2019

Mehr Lyrik (03)

Auf das Gedicht “Im Kreise” von Marie von Ebner-Eschenbach bin ich durch Astrids “Great Women”-Reihe gestoßen und war überrascht von dem humorvollen Ausdruck in Ebner-Eschenbachs Lyrik. Nun musste ich feststellen, dass diese Überraschung eher meinem Unwissen geschuldeter ist und ich damit dem Bild der Dichterin als "verknöcherte Heimatdichterin oder ( bestenfalls ) als altmodische, weise, tierliebe Matrone, wenn sie nicht ganz vergessen ist “ aufgesessen bin.

Eye-Poetry zu “Im Kreise” von Marie von Ebner-Eschenbach


Im Kreise

Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
wie Sturmwind geflogen. 
Mit Jubel verkünden der Stimmen gar viele:
Wir nahen dem Ziele!
Der Fährmann am Steuer nur stöhnet leise:
Wir segeln im Kreise!-



Nun schon die dritte Frau in dieser Runde, mal gucken wie lange ich das durchhalte. Mir ist aufgefallen, dass alle Gedichte, die ich in der Schule auswendiglernen musste von Männern geschrieben wurde. Goethe, Schiller, Eichendorf, Rilke, Ringelnatz... Ist das bei Euch auch so?

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

17. Januar 2019

Mehr Lyrik (02)

Das zweite Gedicht dieser Reihe ist von Wislawa Szymborska “Lots Frau”, das mir wegen seiner widerspenstigen Frauengestalt gefällt und in seinem Versuch der Deutung dieser Figur meinen eigenen Überlegungen sehr entgegen kommt. 

Eye-Poetry zu Wisława Szymborskas Gedicht “Lots Frau"

Ich habe dieses Gedicht aus der Sammlung “Wislawa Szymborska Hundert Freuden”, erschienen im Suhrkamp Verlag (Frankfurt a. M. 1986). Es lässt sich auch online finden. Da ich mich aber letzte Woche etwas mit dem Urheberrecht beschäftigt habe, mag ich die Stelle hier nicht verlinken. Eine interessante Überlegung zu dem Gedicht und dem dazugehörigen Bibeltext findet sich hier.

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

10. Januar 2019

Mehr Lyrik (01)

(Hier hatte ich erst den Text des Gedichtes stehen. Aber Astrid hat mich in ihrem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass auch Gedichte, die im Internet freiverfügbar sind, trotzdem dem Urheberrecht unterstehen. Das hatte ich vorher gar nicht bedacht. Danke Dir Astrid für Dein sehr aufmerksames Lesen und hilfreiches Kommentieren. Und auch wenn ich es nun schade finde hier nun nicht die Kombination aus Text und Bild zeigen zu können, finde ich das Urheberrecht generell doch schützenswert.)

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

9. Januar 2019

Alle Vögel sind schon da...



Angefangen hat es mit dem Mustermittwochsthema des Dezembers, das wegen außerbloggerischer Aktivitäten der Müllerin einfach in den Januar verlängert wurde: Musik. Ein Thema, welches in der Vermusterung einen sperrigen Gegenstand darstellte. Nun habe ich ihn, den Gegenstand, während der Ferientage in alle Richtungen ausgeweitet und gedehnt, bis ich über den Weg Musik - Gesang - Vogelgesang bei Vögeln gelandet war, die sich, da erprobt, einfacher vermustern lassen.



Ein paar Skizzen am Küchentisch... schön aber kein Muster... dann fielen mir meine Kreisvögeln aus den Anfängen meiner Skizzenbücher ein (wer gucken mag, findet sie hier).



Erst ein paar Versuche mit den Farben, die gerade auf meinem Schreibtisch rumstanden.



Und dann las ich in einer namhaften deutsche Wochenzeitung einen Bericht über die Vogelzählungen des NABU mit der Überschrift (so in etwa) “in drei Stunden keine Amsel”. So wurde aus dem Vogel eine Amsel.



Die Farben können sich nicht ganz zwischen Winter und Frühling entscheiden, auch wenn das Weiss inhaltsschwer “Schneeweiss” heisst, das Grün ist glaube ich noch ein Rest vom sanftem Morgentau der Frühlingspost 2018. Auch das Zitat aus dem bekannten Volkslied deutet schon in Richtung Frühling, obwohl davon noch nicht mal ein Hauch zu spüren sein dürfte.

Trotz dieser Unstimmigkeiten verlinke ich meinen Beitrag mit Michaels Mustermittwoch (die Linkliste sammelt nun Renovierungsmuster danke der wunderschönen Pinselidee von Maike. Ich reihe mich trotzdem ein, vielleicht motivieren meine Amseln ja mit fröhlichem Gezwitscher zur Renovierungsarbeit) und auch noch mit Susannes Papierliebe (eigentlich am Montag, aber wir haben noch Schulferien, da darf man mir die Verzögerung verzeihen) die Gefiedertes im Januar sammelt.

שלום, سلام، und macht's gut, Maren

7. Januar 2019

Adventspost 2018 - aber mal ehrlich


Meine Karte (ich habe leider vergessen ein Photo von all meinen Karten zu machen)


Meine Adventspost 2018 war eine etwas holprige Postkunstaktion und ich war mir nicht immer sicher, ob sie mir so gefallen hat, oder gefällt, denn noch ist sie für mich nicht ganz zu Ende.

Erste Versuche am Küchentisch

Aber der Reihe nach. Die Anmeldung war diesmal schnell und leicht entschieden. Das Thema Markmaking, das Format Postkarte und auch das Zeitfenster, all das gefiel mir. Und genauso schnell habe ich begonnen Techniken auszuprobieren: rollen, kratzen, drucken, stempeln oder punkten; Blauschwarz, Rotschwarz, kaltes Weiss, Eierschalfarben. Mal alleine, mal mit den Kindern.

Punkten und Kreisen


Und irgendwann kamen die Listen und gleichzeitig auch eine genaue Idee für die Postkarte. Die Friedenstauben-Vorlage, die mir Ghislana zugeschickt hatte (nach einer Idee von Lisa) sowie die Taube, die von Sigrid entsandt, bei mir am Fester hängt, inspirierten mich zu dem weihnachtlichen Motiv "...Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen..." Taube mit dem Olivenbaumzweig. Obwohl es nicht so durchdacht war, im Nachhinein betrachtet, solche Post aus dem Ursprungsland der Weihnachtsgeschichte, tiefsinniger konnte meine Post wohl nicht werden.

Kratzen


Ich war damit so rechtzeitig fertig, dass berechtigte Hoffnung bestand, dass meine Postkarten pünktlich, vielleicht nicht genau am Stichtag, aber doch zeitnah, eintreffen konnten. Und auch so zeitig, dass mein kreativer Prozess ziemlich unbeeinflusst blieb durch das Auftauchen anderer Werke auf Instagram.
Und damit sind wir bei den Rädchen im Prozess, die klemmten, ruckelten und mich aus dem Tritt brachten.

Drucke 

Die Post ist ja nun immer eine reiche Quelle der Unzufriedenheit, egal ob die private deutsche oder die staatliche israelische, vielleicht besonders in der Advents- und Weihnachtszeit. Ich bin seit 10 Jahren daran gewöhnt, dass meine Post Monate braucht, Umwege durch ganz Israel nimmt, gestempelte Warnungen wegen verdächtiger Inhalte trägt oder lädiert ist, manchmal, manchmal aber auch nicht. Meistens stört es mich nicht, ich freue mich, wenn sie dann eintrifft (so wie heute die selbstgebackenen Weihnachtsprinten, die ja auch Anfang Januar noch schmecken). Aber, wenn ich gleichzeitig über Instagram all die schönen Karten sehe, die Adventskalendergleich Tag für Tag in andere Briefkästen flattern... ein kleiner Wermutstropfen fiel in meine Postkunstfreude.

Seitenweise Ergebnisse


Ab dem Stichtag meiner eigenen Karte wurde aus dem Tropfen dann ein trüber Teich, weil seltsamerweise drei Karten (eine in der Schweiz, eine in Österreich und eine in Deutschland) pünktlich, die anderen aber gar nicht ankommen wollten. Auch die lieb gemeinten Beteuerungen, dass es verständlich und gar nicht schlimm wäre wenn meine Karte verspätet oder gar gar nicht ankäme (wirklich lieben Dank dafür) ließen den Teich nicht kleiner werden... "Der Vergleich ist der Dieb der Freude." E. Roosevelt wie wahr.

Schriftproben


Nun, wo meine Karten ihr Empfängerinnen erreicht haben und ich immerhin 16 Karten mein eigenen nennen kann, bin ich geneigt zu sagen, alles halb so schlimm, warum nörgeln, das Ergebnis zählt. Aber dies Adventspost 2018 hat mir doch deutlich gezeigt, dass Instagram, neben all der Freude und Inspiration auch Unzufriedenheit erzeugen kann. Ich weiss, diese Kritik an "Social Media" ist nichts neues, aber für mich persönlich doch eine neue Erfahrung.

Kleben (ordentlich viel Kleber, damits den Flug übersteht)

Ich weiss nicht, ob dieser Erkenntnis nun auch ein Lernen folgt, mag ich doch Instagram viel zu gerne um mich dem ganz zu entziehen, aber ich versuche, nein ich freue mich nun ganz gelassen und "guter Hoffnung" auf die noch ausstehenden Karten.

Da hängen die ersten.

Ausserdem muss ich meine Postsituation eigentlich mit einem Schmunzeln betrachten, ist sie doch derart anachronistisch, dass es schon wieder was komisches hat. Wir haben ja keinen Briefkasten, also kein Haus in Rahat hat einen Briefkasten und auch keine Strasse in Rahat hat einen Postkasten, also in ganz Israel gibt es keine Postkästen (ausser an Postfilialen oder Postfachstationen). Mein Post erhalte ich in ein Postfach, das aber nicht nur meine Post, sondern die Post der gesamten Familie erhält. Und gesamte Familie meint die beiden Grosseltern, 6 Elternpaar und gut zwei dutzende Kinder. Da kann ich wohl von Glück reden, dass abgesehen von meiner, das Postfach eigentlich nur Werbung, Rechnungen oder amtliche Mitteilungen enthält. Aber dieser Umstand führt, neben der Entfernung, dazu, dass das Postfach meist nur einmal die Woche geleert wird.
Verzögert sich der Empfang der Post also regelmässig, geht das Entsenden um so schneller. Da, Ausnahmen bestätigen die Regel, nur die Ausländerinnen in Rahat private Post verschicken, kann es passieren, dass extra der Filialleiter gerufen wird, um die bunten Briefe entgegenzunehmen und korrekt zu frankieren.

Auch die Natur übt sich in Schwarz-Weiss.


Dieser Text ist nun etwas länger als üblich geworden, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen, was "Post" für mich hier so bedeutet. Ich hoffe für Euch überwiegt auch die Freude bei diesem Thema. Ich danke Michaela und Tabea für die Organisation und und allen anderen (besonders der Gruppe 1) für die Ausführung der Adventspostaktion 2018 und wünsche Euch wieder

שלום, سلام، und macht’s gut, Maren